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LP-SUPERGRAIN
LP-SUPERGRAIN ist der moderne Hochleistungsentwickler. Es handelt es sich um einen sehr scharf arbeitenden Feinkornentwickler mit hohem Ausgleichsvermögen. Wer mehr Wert auf ein extrem feines Korn legt, sollte den LABOR PARTNER LP-CUBE XS verwenden.
Der LP-SUPERGRAIN ist ehrlich.
Je nachdem, was der jeweilige Filmhersteller mit seiner Emulsionstechnologie zu leisten imstande ist, leistet der LP-SUPERGRAIN seinen Teil durch ein sehr großes Ausgleichsvermögen. Das bedeutet, Sie als Fotograf können davon ausgehen, dass der LP-SUPERGRAIN die vom Filmhersteller vorgegebene Empfindlichkeit um etwa eine volle Blende plus/minus auszugleichen imstande ist. Dies muss man bei Belichtungsreihen berücksichtigen, bei diesem Entwickler sind Schritte von jeweils 2 Blendenstufen sinnvoll.
Diese Eigenschaft ist auch dafür verantwortlich, dass die Negative nahezu optimal durchzeichnet werden, auch in den tiefsten Schattenpartien und den feinsten Lichtern. Diese Eigenschaft macht den LP-SUPERGRAIN auch für Fotografen interessant, die extreme Lichtverhältnisse zu bewältigen haben. Ein Beispiel:
Theaterfotografen haben es mit Schauspielern zu tun, deren vom Schweiß spiegelnde Gesichter mit Punktlicht angestrahlt sein können. Dort noch eine Durchzeichnung zu erreichen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben eines Schwarzweiß-Fotografen. Die in diesem Fall verwendeten hochempfindlichen Filme zeichnen sich jedoch glücklicherweise durch eine hohe Tonalität aus. Die Kombination dieser Filme mit dem LP-SUPERGRAIN ist seit vielen Jahren sehr bewährt, deshalb gehören Theater- und Portrait/Aktfotografen seit der Verfügbarkeit des LP-SUPERGRAIN zu dessen treuesten Liebhabern.
Das hohe Ausgleichsvermögen ermöglicht es dem Laboranten »alle« Schwarzweiß-Filme zwischen 25 ISO und 1.600 ISO, die mit der vom Hersteller vorgegebenen Empfindlichkeit belichtet sind, in einem Arbeitsgang gleichzeitig zu entwickeln. Ausnahmen sind spezielle Filme mit Besonderheiten (siehe Tabelle). Daher sind kleinere Fachlabors begeistert, durch diese besondere Eigenschaft, sicher und rationell Eigen- und Kundenaufträge optimiert und preiswert verarbeiten können.
Auf diesen Eigenschaften beruht der legendäre Ruf des LP-SUPERGRAIN. Darum »schwören« Anfänger als auch anspruchsvolle Fachfotografen, Zeitungs- und Polizeifotografen auf diesen Entwickler.
Wichtig ist, dass sowohl die Filme mit der klassischen kubischen als auch der später verfügbaren T-Kristall-Technologie, mit gleich guten Ergebnissen zur Verarbeitung im LP-SUPERGRAIN geeignet sind.
1984 brachte LABOR PARTNER den LP-SUPERGRAIN als Neuheit erstmalig auf den Markt, die Rezeptur wurde 1992 erheblich modifiziert und wird seitdem in kleinsten Schritten dem technischen Fortschritt der Emulsionstechnologie kontinuierlich angepasst.
Verpackung
1 Liter Polyethylenflaschen
Ansatz der Chemie
Es wird Leitungs- o. demineralisiertes Wasser verwendet. Nach der Zugabe des LP-SUPERGRAIN Entwicklerkonzentrates ist die Gebrauchslösung sofort gebrauchsfertig (siehe den Hinweis auf Ansatzwasser unter Filmentwicklung).
Verarbeitungstemperatur
Es sollte nicht unter 18°C und nicht über 25°C entwickelt werden. Bei höheren Temperaturen werden die Entwicklungszeiten zu kurz. Dann besteht die Gefahr von »Wolkenbildung« aufgrund nicht optimal entwickelter Emulsionen. Entwicklungszeiten sollten im »Normalfall« 5 Minuten nicht sehr unterschreiten, das zeigt sich in der Praxis immer wieder. Die Angaben in der Entwicklungszeitentabelle basieren auf 20°C, gemäß der folgenden Tabelle:
Gebrauchslösung Entwicklungszeitänderung:
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18°C
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+ 20%
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19°C
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+ 10%
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20°C
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Standard
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21°C
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- 5%
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22°C
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- 10%
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23°C
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- 20%
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24°C
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- 30%
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25°C
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- 40%
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Einmalentwickler Mehrfachentwickler
Alle Verdünnungen ab 1 + 9 sind grundsätzlich nur zur Einmalentwicklung geeignet.
Nur die Verdünnung 1 + 7 bietet die grundsätzliche Möglichkeit, die Gebrauchslösung erneut zu verwenden. Dies nur in dem Fall, wenn »unverzüglich« nach einem Entwicklungsvorgang ein zweiter folgen wird. (Innerhalb von etwa 30 Minuten). In diesem Fall wird die einmal verwendete Gebrauchslösung in einer verschließbaren Flasche aufbewahrt. Eine Verlängerung der ursprünglichen Entwicklungszeit ist nicht erforderlich (!). Siehe auch unter Ergiebigkeit.
Verdünnung
Die Standard-Verdünnung ist 1 + 7. Bei einer Standard-Entwicklerdose von 260 ml Inhalt wird wie folgt verdünnt:
1 + 7 = 32,5 ml LP-SUPERGRAIN-Konzentrat
+ 227,5 ml Wasser
Die Qualität wird nicht besser durch höhere Verdünnungen (Aminophenol-Effekt). Höhere Verdünnungen bedingen längere Entwicklungszeiten und sparen Chemiekosten, das kann für den privaten Anwender interessant sein. Von höheren Konzentrationen zur Verkürzung von Entwicklungszeiten wird gewarnt, da ist es besser, die Temperaturen zu erhöhen.
Entwicklerhärtung
Jeder Film verträgt es, während der Entwicklung zusätzlich gehärtet zu werden. LABOR PARTNER rät dazu, den Entwicklerhärter LP-GELADUR der Entwicklergebrauchslösung wie folgt zuzugeben:
Verdünnungstabelle für 260ml Gebrauchslösung
1 + 7 |
(Standard) 32,5 ml LP-SUPERGRAIN + 138 ml Wasser + 90 ml LP-GELADUR |
1 + 9 |
26 ml LP-SUPERGRAIN + 139 ml Wasser + 95 ml LP-GELADUR |
1 + 12 |
20 ml LP-SUPERGRAIN + 144 ml Wasser + 96 ml LP-GELADUR |
1 + 16 |
15 ml LP-SUPERGRAIN + 145 ml Wasser + 100 ml LP-GELADUR |
1 + 19 |
13 ml LP-SUPERGRAIN + 147 ml Wasser + 100 ml LP-GELADUR |
Die Verdünnungen 1 + 16 und 1 + 19 werden nur dann angewendet, wenn ein Test die Eignung der jeweiligen Film-Entwicklerkombination bestätigt hat.
Ideal sind Verdünnungen, bei denen die Menge von 20 ml Konzentrat pro Film nicht unterschritten wird.
Zeit-Verlängerungstabelle
Verdünnung: Verlängerungsfaktor:
1 + 7 |
1,0
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1 + 9 |
1,1
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1 + 12 |
1,4
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1 + 16 |
1,7*
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1 + 19 |
2,0*
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Bei 1,7* und 2,0* ist die individuelle Eignung vorher zu testen.
Über- und Unterbelichtung (forcierte Entwicklung)
In einem begrenzten Umfang ist der LP-SUPERGRAIN auch dafür einsetzbar. Die Qualität kann bei der Überbelichtung erheblich zunehmen, bei Unterbelichtung erheblich leiden. Dies ist vor allem abhängig von der Qualität des verwendeten Filmmaterials, weniger von dem vom Entwickler. Es gelten Erfahrungswerte, die als Basis für eigene Versuche gelten können:
- Unterbelichtung um 1 Blende: Verlängerung der Entwicklung um 20-40 %.
- Unterbelichtung um 2 Blenden: Verlängerung der Entwicklung um 40-80 %.
- Überbelichtung um 1 Blende: Verkürzung der Entwicklung um 20-30%.
Gradation
Die in der Entwicklungszeitentabelle angegeben Zeiten sollen ein mittleres Gamma von 0,65 erreichen.
Es kann jedoch sein, dass beim individuellen Vergrößern, andere Werte als optimaler angestrebt werden.
So erfordern Vergrößerungsgeräte mit einem Lichtmischschacht härtere Negative mit dem Gamma etwa 0,65 bis 0,7. Geräte mit Doppelkondensoren weichere Negative mit dem Gamma 0,5 bis 0,55.
Der für den Laboranten mögliche Zeiten-Spielraum bewegt sich von 20% Zeiten-Verlängerung bis zu 20% Zeiten-Verkürzung. Größere Abweichungen würden zwangsläufig Qualitätseinbußen bewirken.
Ergiebigkeit basierend auf der Verdünnung 1 + 7
In 1 Liter Gebrauchslösung können maximal 5 Kleinbild- oder Rollfilme oder 0,3 m2 Planfilme verarbeitet werden.
Bewegung
In den ersten 30 Sekunden ist die Entwicklerdose ständig zu bewegen. Danach alle 30 Sekunden jeweils 1 x.
Rotationsentwicklung
Der Ansatz ist grundsätzlich 1 + 13 (!).
Dann gelten die Zeiten der Entwicklungszeitentabelle.
JOBO-ATL-PROCESSOR
Der Ansatz ist grundsätzlich 1 + 13 (!).
Die Entwicklungszeiten sind rund 50% gegenüber der Entwicklungszeitentabelle zu verlängern. Die Entwicklungszeiten sind für Rollfilme (120) und Kleinbildfilme (135-36) gleich.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass jede Rotationsentwicklung einen Qualitätsverzicht durch die Kantenschärfeüberhöhung bewirken kann.
Haltbarkeit
Die original verschlossene, schwarze LABOR PARTNER ist etwa bis zu 2 Jahre nach dem Erwerb im Handel haltbar.
Die Farbe des Konzentrates darf sich nicht in Richtung Braun verfärbt haben. Sobald eine sichtbare Verfärbung vorliegt, ist die weitere Verwendung zu riskant.
Die angebrochene Flasche sollte nach der Entnahme des Konzentrates vor dem erneuten Verschließen so stark zusammengedrückt werden, dass sich keine Luft mehr in der Flasche befindet. Ist die Restmenge zu gering dafür, dann ist diese entweder in kleinere Flaschen umzufüllen oder der Inhalt der LP-Originalflasche mit Glaskugeln aufzufüllen.
Bei Beachtung dieser Hinweise gilt: Anbrüche können etwa ein halbes Jahr aber auch erheblich länger aufbewahrt werden.
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