|
|
LP-FIX SUPRA
Die außerordentliche Qualität vom LP-FIX SUPRA lässt nicht nur eine Verwendung als Fixierer bei der Kippentwicklung oder Tankentwicklung zu, sondern schliesstschließt auch eine Anwendung als Maschinen-Fixierer ein. So arbeiten heute weltweit sehr viele maschinelle Negativ- und Positiv-Maschinen mit dem Hochleistungsfixierbad LP-FIX SUPRA.
In diesem Hochleistungsfixierbad stecken mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Umgang mit Filmemulsionen. Nicht nur mit klassischen kubischen Filmemulsionen sowie T-Kristall-Emulsionen, sondern auch Erfahrungen mit Filmen sehr hoher Silberpackungsdichte, wie sie im Repro- und vor allem im Röntgen-Bereich vorliegen.
Die »normalen« Fixierkonzentrate, die bevorzugt im Fotohandel vermarktet werden, sind meist völlig ausreichend, um klassische kubische Filmemulsionen zu fixieren. Wenn es jedoch darum geht, T-Kristall-Filme und Planfilme zu fixieren, dann stoßen diese recht preiswerten Rezepturen an ihre vorgegebenen Grenzen. Auch LABOR PARTNER produziert derartige, gut gepufferten und preiswerten Fixierbäder im Auftrage von Großkunden, jedoch nicht zum Verkauf unter dem eigenen Namen an die sehr anspruchsvollen Fotografen und Laboranten, die von der Marke LABOR PARTNER ausschließlich sehr hohe Qualität erwarten.
Das nach der Entwicklung in der Emulsionsschicht verbliebene, nicht belichtete und daher nicht entwickelte Silberhalogenid ist noch lichtempfindlich und muss daher aus der Schicht entfernt werden.
Silberhalogenid ist jedoch nicht ohne weiteres löslich und muss daher im Fixierprozess in einem relativ komplizierten Stufenprozess in ein leichtlösliches Komplexsalz umgewandelt werden, das zum größten Teil bereits während dem Fixiervorgang in Lösung gehen muss.
Als Fixiermittel wird durch LABOR PARTNER kein Natriumthiosulfat eingesetzt. Dieses Fixiermittel wurde komplett ersetzt durch Ammoniumthiosulfat. Daher handelt es sich beim LP-FIX SUPRA um ein klassisches SCHNELLFIXIERBAD. Die bei der Anwendung von Ammoniumthiosulfat entstehenden SILBER-AMMONIUM-DOPPELSALZE sind wesentlich leichter löslich und auswaschbar.
Nachteil:
- Fixierbäder auf Basis Ammoniumthiosulfat sind teurer als die auf Natriumthiosulfat
- Bei zu langer Verweildauer der fotografischen Emulsion wird es zum »Ausfressen« der Lichter kommen
Vorteil:
- Erheblich kürzere Wässerungszeiten
- Erheblich kürzere Fixierzeiten
- Optimiert für T-Kristall-Filme (KODAK T-MAX, ILFORD DELTA)
- Optimal für MIKRO- und RÖNTGEN-Filme
- Geeignet auch für maschinelle Hochtemperaturverarbeitung
Verfügbar in 2 Versionen: LP-FIX SUPRA und LP-FIX NEUTRAL. Das pH-neutrale Fixierbad ist optimiert für die Barytverarbeitung.
Fixierzeit
Die optimale Fixierzeit ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Daher weichen die Angaben auf den Flaschenetiketten oft von denen ab, die sich in ausführlicheren, technischen Informationen finden. Dies ist kein Fehler, sondern hat damit zu tun, dass feinkörnige Filme schneller ausfixiert sind als grobkörnige. Silberchlorid wird rascher fixiert als Silberbromid. Daher sind die Fixierzeiten für moderne Chlorsilberpapiere auf PE-Basis (RC=resin coated; RP=resin protected; PE= polyethylen beschichtet) oft kürzer, als für Filme.
Auch ist die Fixiergeschwindigkeit auch von der Temperatur der Gebrauchslösung abhängig. Bei ca. 10°C arbeitet ein Bad dreimal langsamer als bei 20°C. Die Bewegung des Filmmaterials während der Fixage hat einen entscheidenden Einfluss auf die Fixier-Geschwindigkeit.
Einige Filmhersteller raten sogar dazu, während der Fixage die Entwicklungsdose unentwegt zu kippen, wie sonst nur beim Unterbrecherbad. Wenn eine Filmemulsion senkrecht in der Dose steht, dann ist die Fixierzeit kürzer, als wenn - wie bei Schalenverarbeitung - die Emulsion nach unten zeigt.
Hinweis zur Ermittlung der optimalen Fixierzeit
In der Praxis wird die Fixierzeit für Filme bestimmt, indem man feststellt, wie nach welcher Einwirkzeit der Film transparent erscheint (Klärzeit).
Dies entspricht bei Filmen mit kubischer Kristaltechnologie recht genau der halben Gesamtfixierzeit, bei
T-Kristallfilmen einem Drittel. Bei Klärzeiten von über 5 Minuten sollte die Fixier-Gebrauchslösung nicht mehr verwendet werden.
Um die Klärzeit festzustellen, benutzt man den Anfang vom Film, der normalerweise aus der Metallpatrone
herausschauen wird. Dann nimmt man eine kleine Menge der Fixierbadgebrauchslösung und steckt das kurze Filmstück in die Lösung. Es ist zu ermitteln, wie lange das Filmstück benötigt, um klar zu werden. Die Fixierzeit ist dann die Klärzeit mal zwei bzw. drei.
Ergiebigkeit
Ein Film-Fixierbad kann so lange benutzt werden, bis es maximal 5 Gramm Silber pro Liter Gebrauchslösung enthält (bei Papieren 3 Gramm).
Qualität der Fixage
Diese steht in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Wässerung des Filmmaterials. Ein fix und fertig gewässert Film darf auf gar keinen Fall mehr 'nach Chemie' riechen. Dabei ist es wichtig, mit der richtigen Zeit zu fixieren. Über- odder Unterfixierung werden Qualitätseinbussen nach sich ziehen. Daher sollte bei einem Wechsel auf eine andere Filmsorte (auch vom gleichen Hersteller) in jedem Fall die
Klärzeit / optimierte Fixierzeit ermittelt werden. Bei einem großen Filmdurchsatz wird empfohlen, das Fixierbad zu regenerieren.
Die Wässerung
Saure Fixierbäder lassen sich schwieriger auswässern als pH-neutrale. Die beim Fixieren entstandenen Silberammoniumthiosulfat-Komplexsalze und die restlichen Chemikalien müssen aus der Filmemulsion entfernt werden. Von der mehr oder weniger vollständigen Entfernung dieser Salze hängt die Haltbarkeit der Filme ab. Das Wässern beruht auf DIFFUSION und OSMOSE. Durch Eindringen und Ausbreiten von frischem Wasser innerhalb der Fotoemulsion entsteht eine ständige Konzentratverdünnung der auszuwaschenden Salze. Die Geschwindigkeit des Diffusionsprozesses hängt vor allem vom Gefälle der Thiosulfatkonzentration zwischen Gelatine und Waschwasser, von der Temperatur und dem pH-Wert des Waschwassers sowie der Zusammensetzung und der Dauer des vorangegangenen Fixierbades ab. Bei ungenügender Wässerung verbleiben in der Filmemulsion Komplexsalze, Thiosulfate, die unter Einwirkung von Luft, Licht, Wäre und Feuchtigkeit bräunliches Silbersulfid bilden. Silbersulfid ist aber nicht beständig und bleicht mit der Zeit aus.
Fliessendes Wasser ist für die Schlusswässerung nicht so optimal, wie es oft dargestellt wird. Eine einwandfreie Auswässerung ist vor allem dann gewährleistet, wenn der Inhalt der Filmdose 8 mal nach ausreichender Einwirkzeit ausgewechselt wird. Bei den in diesem Buch gewählten Beispielen, basierend auf 260 ml Doseninhalt, ist diese Angabe sehr großzügig bemessen. Die jeweilige Verweildauer pro Durchgang kann bei niedrigempfindlichen Filmen 2-3 Minuten betragen. Bei hochempfindlichen, vor allem T-Kristall-Filmen und dem MACO CUBE 400clear bis zu 3-4 Minuten. Bei der Wässerung bleibt die Dose stehen und wird nicht bewegt. Nur so ist eine optimale Wässerung gewährleistet. Eine ständige Bewegung würde die Osmose stören.
Auswässerungsbeschleuniger
Unter Beachtung der obigen Hinweise und Regeln ist es bei der Film-Entwicklung eigentlich nicht erforderlich, einen zusätzlichen Arbeitsgang in Form einer Auswässerungsbeschleunigung durchzuführen. Wenn ein Laborant unbedingt etwas in dieser Richtung unternehmen möchte, dann hilft ggfs. eine Neutralisation. Dazu setzt man eine 1%ige Sodalösung an (10 Gramm Natriumcarbonat auf einen Liter Wasser). Der Film wird wie oben beschrieben fixiert. Danach kurz mit Wasser abgespült. Dann für etwa eine Minute in der Sodalösung behandelt. Die folgende Wässerungsdauer kann dann um rund 50 % reduziert werden.
Verpackung
1 Liter Polyethylenflaschen
5 Liter Kanister
Ansatz der Chemie
Es wird Leitungswasser verwendet.
Nach der Zugabe des LP-FIX SUPRA Fixierbad-Konzentrates ist die Gebrauchslösung sofort gebrauchsfertig.
Verarbeitungstemperatur
Es sollte nicht unter 18°C gearbeitet werden.
Verdünnungstabelle für 260ml Gebrauchslösung
1 + 7 = 32,5 ml LP-FIX SUPRA
+ 247 ml Wasser
Verarbeitungszeit / Bewegung
Filme werden einige Minuten (Fixierzeit = doppelte bis dreifache Klärzeit) fixiert.
Ergiebigkeit
In 1 Liter Gebrauchslösung könnten maximal 150 Kleinbild-Filme 135-36 bzw. Rollffilme 120 fixiert werden.
Es wird empfohlen, nur die Gebrauchslösung anzusetzen, die für die täglich benötigte Filmverarbeitung vorgesehen ist. Die gebrauchte LP-FIX SUPRA Lösung sollte bei kleineren Mengen jeweils täglich entsorgt werden. Es darf niemals eine Gebrauchslösung, die bereits zur Verarbeitung im Positivprozess verwendet worden ist, für die Filmverarbeitung verwendet werden, denn es wird sich feinster Papierfaserstaub darin befinden. Dieser wird sich als mikrofeine Flecken bei der Vergrößerungen zeigen.
Im Gegensatz zum Unterbrecherbad kann es sich schon lohnen, die Fixierbad-Gebrauchslösung aufzubewahren, bzw. nach dem Gebrauch als Filmfixierer, danach als PE-Papier-Fixierer aufzubrauchen. Nicht für Barytpapiere, dafür werden pH-neutrale Fixierbäder empfohlen.
Haltbarkeit
Die original verschlossene, schwarze LABOR PARTNER Flasche ist etwa bis zu 2 Jahre nach dem Erwerb im Handel haltbar. Entwicklung können nur annähernde Hinweise geben, sie dienen allenfalls als erste Zeiten, um dann im eigenen Labor das persönliche Optimum zu erarbeiten.
VORSCHLAG: Der Anwender sollte sich von allen drei in Frage kommenden Spezialfilmen jeweils eine kleine Menge kaufen und diese nach reproduzierbaren Kriterien sowohl unter Tages- als auch mit Blitzlicht mit verschiedenen ISO-Werten belichten. Diese erste Testreihe dann mit den Zeiten der LP-DOCUFINE LC Tabelle entwickeln. Der Film, der am meisten zusagt, der sollte dann noch erneut mit unterschiedlichen Entwicklungszeiten verarbeitet werden.
Bitte bedenken Sie: Gerade bei dieser Filmgattung sind erhebliche Einflussmöglichkeiten durch verschieden farbige Filter möglich. Diese können das Testergebnis massiv beeinflussen. Wer gerne experimentiert, für den bieten die drei steilen Filme in Kombination mit dem LP-DOCUFINE LC Entwickler fantastische Möglichkeiten.
Gradation
Die in der Entwicklungstabelle angegeben Zeiten sollen ein mittleres Gamma von 0,65 erreichen. Es kannjedoch sein, dass beim individuellen Vergrößern, andere Werte als optimaler angestrebt werden. So erfordern Vergrößerungsgeräte mit einem Lichtmischschacht härtere Negative, Geräte mit Doppelkondensoren weichere Negative. Der für den Laboranten mögliche Zeiten-Spielraum bewegt sich von 20% Zeiten-Verlängerung bis zu 20% Zeiten-Verkürzung. Grössere Abweichungen würden zwangsläufig gerade bei diesem Entwicklertyp gravierende Gradationsveränderungen bewirken.
Ergiebigkeit basierend auf der Verdünnung 1 + 4
In 260 ml Gebrauchslösung kann ein Kleinbildfilm verarbeitet werden.
Bewegung
In den ersten 30 Sekunden ist die Entwicklerdose ständig zu bewegen. Danach alle 30 Sekunden jeweils 1 x.
Rotationsentwicklung
Der Ansatz ist wie bei der Kippentwicklung 1+4. Die Zeiten der Entwicklungstabelle müssen um etwa 10% reduziert werden.
JOBO-ATL-PROCESSOR
Der Ansatz ist 1 + 4.
Die Entwicklungszeiten sind rund 50% gegenüber der Filmzeiten-Tabelle zu verlängern. Die Entwicklungszeiten sind für Rollfilme (120) und Kleinbildfilme (135-36) gleich.
Haltbarkeit
Die original verschlossene, braune LABOR PARTNER GLASFLASCHE ist etwa bis zu 2 Jahre nach dem Erwerb im Handel haltbar. Die Farbe des Konzentrates darf sich nicht in Richtung Braun verfärbt haben. Sobald eine sichtbare Verfärbung vorliegt, ist die weitere Verwendung zu riskant. Anbrüche können etwa ein halbes Jahr aber auch erheblich länger aufbewahrt werden.
|