Über Uns  Downloads

LP-CITRODUR

»Citro« steht für Zitronensäure mit Indikator, »dur« für das Härtevermögen.
Zitronensäure anstatt Essigsäure vermeidet weitestgehend störende und atemwegsbelastende Emissionen.
LP-CITRODUR neigt aufgrund seiner Rezeptur dazu, einen Eigengeruch in Richtung »Metallverarbeitung« zu verbreiten. Das ist nicht schädlich, vielleicht auch nicht einmal unangenehm. Das liegt an der Zugabe eines modernen Härtezusatzes zur LP-CITRIN- Grundrezeptur.

Die Filmemulsion, die nicht bereits im Entwickler durch LP-GELADUR Zugabe gehärtet wurde, sollte spätestens im Unterbrecherbad gehärtet werden. Dafür wurde die LP-CITRIN Formulierung um ein Härtezusatz erweitert. Seit vielen Jahren wird diese Stoppbad-Version vor allem dort eingesetzt, wo hoher Wert auf den exzellenten Zustand von Filmen gelegt wird. Daher gehören Museen, Bildarchive im gewerblichen Bereich und Fotografen zu den Verwendern, die einen ganz besonderen Wert auf den Zustand ihrer Filme legen müssen. Das Härtevermögen von LP-CITRODUR erhöht die Widerstandsfähigkeit von fotografischen Emulsionen. Die Empfindlichkeit gegenüber Kratzern bei der weiteren Behandlung des Filmmaterials, sei es bei der Archivierung oder dem Ziehen durch die Buchbildbühne, wird erheblich verbessert. Zwischen der Entwicklung und Fixierung wird ein saures Unterbrecherbad geschaltet, um einerseits das in der Fotoemulsion aufgenommene Alkali zu neutralisieren und damit die Entwicklung zuverlässig zu unterbrechen, andererseits aber auch, um den pH-Wert des Fixierbades nicht zu erhöhen und damit dessen Haltbarkeit zu verlängern.
Zwingend erforderlich sind Unterbrecherbäder nur dann, wenn die Filmentwicklung 4 und mehr Minuten andauerte, bzw. Entwickler mit hoher Alkalität Einsatz finden.

Vorsicht beim Ansatz von Stoppbädern. Eine zu hoch konzentriert angesetzte Stoppbad-Gebrauchslösung würde das Fixierbad zersetzen.

Vorsicht beim Gebrauch von Essigsäure. Konzentrationen von bereits 10% können zu starken Haut-Verbrennungen und der Bildung einer Essigsäure-Allergie führen. Dämpfe von konzentriertem Essig dürfen wegen Verätzungsgefahr der Bronchien nicht eingeatmet werden. Im Fotohandel sind weitestgehend industriell gefertigte Produkte mit ca. 60% Konzentration im Handel vertreten. Fahrlässiger Umgang mit Essig kann zu Essigsäure-Allergien führen.

ZITRONENSÄURE hat zwar nicht die hohe Aziditätsreserve wie Essigsäure, allerdings handelt es sich beim Stoppbad um ein Folgebad, das normalerweise nach dem Gebrauch verworfen wird. Von einer Aufbewahrung und erneuter Nutzung gebrauchter Stoppbäder wird abgeraten. Optimal ist ein Unterbrecherbad mit einem pH-Wert um 4.
Das Bad sollte spätestens dann ersetzt werden, wenn ein pH-Wert von 6 erreicht ist. Bei diesem Wert reagiert auch der dem LP-CITRODUR-Konzentrat beigegebene Indikatorfarbstoff mit einem Farbumschlag nach Rot.
Wer an Allergien leidet oder wen die Emissionen stören (frisches Stoppbad sprudelt wie Champagner, wenn das Alkali des Entwicklers eingebracht wird), ist gut beraten, zwischen dem Entwickler und dem Unterbrecherbad die Filme/Papiere kurz mit klarem Wasser abzuspülen. Dies minimiert die Schadstoffemission, verbessert die Atemluft und verlängert die Lebenserwartung des LP-CITRODUR.

Verpackung
1 Liter Polyethylenflaschen
5 Liter Kanister

Ansatz der Chemie
Es wird Leitungswasser verwendet.
Nach der Zugabe des LP-CITRODUR Stoppbadkonzentrates ist die Gebrauchslösung sofort gebrauchsfertig.

Verarbeitungstemperatur
Es sollte nicht unter 18°C gearbeitet werden.

Verdünnungstabelle für 260ml Gebrauchslösung
1 + 16 = 15 ml LP-CITRODUR
+ 244 ml Wasser

Verarbeitungszeit / Bewegung
Filme werden 30 Sekunden unter regelmäßigem Kippen der Filmdose bearbeitet. Diese Zeit ist möglichst genau einzuhalten.

Ergiebigkeit
In 1 Liter Gebrauchslösung können maximal 10 m2 Film- oder Fotopapieremulsion bearbeitet werden. Das sind theoretisch über 150 Kleinbildfilme oder 200 Blatt Papier im Format 20 x 25 cm.
Es wird empfohlen, nur die Gebrauchslösung anzusetzen, die für die täglich benötigte Film-Verarbeitung vorgesehen ist. Die gebrauchte LP-CITRODUR Lösung sollte jeweils täglich entsorgt werden. Es darf niemals eine Gebrauchslösung, die bereits zur Verarbeitung im Positiv-Prozess verwendet worden ist, für die Filmverarbeitung verwendet werden, denn es wird sich feinster Papierfaserstaub darin befinden. Dieser wird sich als mikrofeine Flecken bei der Vergrößerung zeigen.

Haltbarkeit
LP-CITRODUR ist in der original verschlossenen, schwarzen LABOR PARTNER Flasche etwa bis zu 2 Jahre nach dem Erwerb im Handel haltbar.