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LP-CITRIN
Citrin steht für Zitronensäure mit Indikator. Zitronensäure anstatt Essigsäure vermeidet weitestgehend störende und atemwegsbelastende Emissionen. Zudem ist Zitronensäure weniger gefährlich. Bei Essigsäure können bereits Konzentrationen von nur 10% zu starken Hautverbrennungen und nicht selten zur Ausbildung einer Essigsäureallergie führen. Dämpfe von konzentriertem Essig dürfen wegen Verätzungsgefahr der Bronchien nicht eingeatmet werden.
Im Fotohandel sind weitestgehend industriell gefertigte Produkte mit ca. 60% Konzentration vertreten.
Zwischen Entwicklung und Fixierung wird ein saures Unterbrecherbad geschaltet, um einerseits das in der Foto-emulsion aufgenommene Alkali zu neutralisieren und damit die Entwicklung zuverlässig zu unterbrechen, andererseits aber auch, um den pH-Wert des Fixierbades nicht zu erhöhen und damit dessen Haltbarkeit zu verlängern.
Vorsicht beim Ansatz von Stoppbädern. Eine zu hoch konzentriert angesetzte Stoppbad-Gebrauchslösung würde das Fixierbad zersetzen. ZITRONENSÄURE hat zwar nicht die hohe Aziditätsreserve wie Essigsäure, allerdings handelt es sich beim Stoppbad um ein Folgebad, das normalerweise nach dem Gebrauch verworfen wird.
Von einer Aufbewahrung und erneuter Nutzung gebrauchter Stoppbäder wird abgeraten.
Die Vorteile von Zitronensäure als wirksame Substanz haben LABOR PARTNER überzeugt. Das erste Produkt von LABOR PARTNER war im Jahr 1984 LP-CITRIN. Die Qualität von damals wurde zwischenzeitlich mehrfach modernisiert, die Grundrezeptur basiert jedoch unverändert auf Zitronensäure.
Optimal ist ein Unterbrecherbad mit einem pH-Wert um 4. Das Bad sollte spätestens dann ersetzt werden, wenn ein pH-Wert von 6 erreicht ist. Bei diesem Wert reagiert auch der dem LP-CITRIN-Konzentrat beigegebene Indikatorfarbstoff mit einem Farbumschlag nach Rot.
Wer an Allergien leidet oder sich durch die Emissionen gestört fühlt (frisches Stoppbad sprudelt wie Champagner, wenn das Alkali des Entwicklers eingebracht wird), ist gut beraten, zwischen dem Entwickler und dem Unterbrecherbad die Filme/Papiere kurz mit klarem Wasser abzuspülen. Dies minimiert die Schadstoffemission, verbessert die Atemluft und verlängert die Lebenserwartung des LP-CITRIN. Vor allem die angenehme Atemluft, bis hin zum »geruchlosen Arbeiten« im Labor bei einem vorgeschalteten Wasserbad, ist das Argument für LP-CITRIN.
Verpackung
1 Liter Polyethylenflaschen
5 Liter Kanister
Ansatz der Chemie
Es wird Leitungswasser verwendet. Nach der Zugabe des LP-CITRIN Stoppbadkonzentrates ist die Gebrauchslösung sofort gebrauchsfertig.
Verarbeitungstemperatur
Es sollte nicht unter 18°C gearbeitet werden.
Verdünnungstabelle für 260ml Gebrauchslösung
1 + 19 = 13 ml LP-CITRIN
+ 247 ml Wasser
Verarbeitungszeit / Bewegung
Filme werden 30 Sekunden unter regelmäßigem Kippen der Filmdose bearbeitet. Diese Zeit ist möglichst genau einzuhalten.
Ergiebigkeit
In 1 Liter Gebrauchslösung können maximal 10m2 Film- oder Fotopapieremulsion bearbeitet werden. Das sind theoretisch über 150 Kleinbildfilme oder 200 Blatt Papier im Format 20 x 25 cm.
Es wird empfohlen, nur die Gebrauchslösung anzusetzen, die für die täglich benötigte Arbeit
vorgesehen ist. Die gebrauchte LP-CITRIN-Lösung sollte täglich entsorgt werden. Es darf niemals eine Gebrauchslösung, die bereits zur Verarbeitung im Positivprozess verwendet worden ist, für die Filmverarbeitung verwendet werden, denn es wird sich feinster Papierfaserstaub darin befinden. Dieser wird sich als mikrofeine Flecken bei der Vergrößerung zeigen.
Haltbarkeit
LP-CITRIN ist in der original verschlossenen, schwarzen LABOR PARTNER Flasche etwa bis zu 2 Jahre nach dem Erwerb im Handel haltbar.
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