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Flüssige Fotoemulsion
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ISO Range |
ISO Speed |
Silbergehalt |
Silbergehalt bei Standard-PE Papieren |
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LPE110 |
100 |
P 200 |
2,5 - 3g |
0,8 - 1,2g |
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LPE210 |
80 |
P 200 |
2,5 - 3g |
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LPE310 |
60 - 110 |
P 20- 100 |
2,5 - 3g |
ISO Range und ISO Speed basieren auf neutralweissen Unterlagen. Diese Angaben beziehen sich auf fertig beschichtetes Material und basieren auf einem Flächengewicht von 1 Quadratmeter. Aufgrund dieses hohen Silbergehaltes sollte nur die LABOR PARTNER Fotochemie verwendet werden.
Anwendung:
Die Verwendung von BLACK MAGIC findet vorzugsweise in einem S/W Labor statt. Die festgraduierten BLACK MAGIC Emulsionen LPE110 und LPE 210 können in jedem Verhältnis zueinander gemischt werden.
Was benötigen Sie eine Checkliste:
In Abhängigkeit von Ihrem gewünschten Ergebnis, sollten Sie alle benötigten Dinge bereithalten. Wenn Sie während des Beschichtens feststellen, daß Ihnen ein Hilfsmittel oder Material fehlt, ist es zu spät. Die meisten benötigten Dinge befinden sich bereits in einem gut ausgestatteten Fotolabor - aber einige spezielle Materialien bzw. Gerätschaften müssen vor Beginn des Beschichtens besorgt werden:
Wieviel Fläche kann beschichtet werden?
Bei nicht saugenden Untergründen können bis zu 8 m², bei saugenden Untergründen können bis zu 4 m² beschichtet werden. Diese Werte können in der Praxis abweichen, in Abhängigkeit von der Beschichtungsdicke und den Absorptions-Eigenschaften des ausgewählten Materials.
Wie wird BLACK MAGIC gelagert?
Die flüssigen Fotoemulsionen LPE110, LPE210 und LPE310 sollten im Kühlschrank (6°C - 8°C) aufbewahrt werden. Alle anderen Komponenten, LPE410, LPE510, und LPE610 können bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Wenn BLACK MAGIC gemäß unseren Instruktionen aufbewahrt wird, beträgt die Lagerbarkeit ein Jahr. Bei Tiefkühllagerung von LPE110, LPE210 und LPE310 (unter -10 C°), Lagerbarkeit wird deutlich erhöht.
Welche Laborbeleuchtung ist verwendbar?
LPE 110: rot oder gelbgrün LPE 210: rot oder gelbgrün LPE 310: rot, kein gelbgrün
Bitte beachten Sie, daß Silberhalogenide im Unterschied zum menschlichen Auge die Fähigkeit besitzen, Licht zu addieren. Daher ist es sinnvoll, die Einwirkungsdauer der Laborbeleuchtung so gering wie möglich zu halten. In der Praxis gibt es kein wirklich sicheres Laborlicht - es ist alles nur eine Frage der Einwirkungsdauer. Wir empfehlen einen Schleiertest unter Ihren Laborbedingungen durchzuführen - dies ist besonders wichtig, wenn Sie größere Flächen oder viele Objekte beschichten wollen. Führen Sie eine Testbeschichtung aus und plazieren Sie diese an der Stelle wo Sie auch die normalen Beschichtungen durchführen wollen. Legen Sie teilweise abdeckend eine schwarze Pappe darauf und schieben Sie diese alle 15 Minuten weiter, so daß Sie eine Stufeneinwirkung der Laborbeleuchtung bekommen (15/30/45 min. etc.). Entwickeln Sie die Probe und prüfen Sie ob es zu einer Verschleierung gekommen ist. Ist das der Fall, bringen Sie Ihre Laborbeleuchtung an entfernterer Stelle an oder wechseln Sie es gegen eine schwächere Variante aus.
Welche Vorgehensweise für unterschiedliche Materialien ist zu empfehlen?
In Abhängigkeit des gewählten Materials wird die Gründlichkeit Ihrer Vorbereitung entscheidend für das Endresultat sein. Alle Materialien müssen frei von Staub und Fett sein. Im Zweifel reinigen Sie Ihr Material lieber zweimal - jegliche Spur von Fett kann zu Haftungsproblemen führen. Nachdem Sie Ihr Material ausgewählt haben, gibt es unterschiedliche Arten der Vorgehensweise für 3 Hauptmaterialgruppen:
Alle anderen Materalien können direkt mit BLACK MAGIC Fotoemulsion beschichtet werden. Bei 3-D Objekten sind mehrere dünne Schichten zweckmäßig, um eine möglichst hohe Maximalschwärzung zu erzielen (nach dem Erstarren vor der Trocknung).
Wie wird eine Barytagelösung erstellt?
(Dieser Schritt kann bei normaler Raumbeleuchtung durchgeführt werden.) Nehmen Sie 1000cc Leitungswasser, erhitzt auf 70° - 80°C und lösen Sie 40 - 80 Gramm LPE410 Foto- Gelatine unter ständigem Rühren solange bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Um die Oberflächenspannung zu reduzieren können Sie einige Tropfen LP-MASTERPROOF (Netzmittel mit Bakteriziden und Fungiziden) zu Ihrer Lösung. Dies erleichtert Ihnen die gleichmäßige Beschichtung von glatten/harten Untergründen. Beschichten Sie direkt anschließend. Zur Verbesserung der Emulsionshärtung geben Sie 20 - 50 ml BLACK MAGIC Additiv LPE 510 zu Ihrer Lösung. Da Sie bei normalem Raumlicht beschichten, wird es einfacher eine gleichmäßige Beschichtung herzustellen.
Hinweis zur Härtung:
Sie können eine indirekte Härtung vornehmen, indem Sie, wie bereits beschrieben, das BLACK MAGIC Additiv LPE510 zu der Barytage Lösung zugeben. Eine direkte Härtung erfolgt durch Zugabe des BLACK MAGIC Additiv LPE510 zur lichtempfindlichen Fotoemulsion. In diesem Fall muss die Emulsion innerhalb von 2 Stunden verwendet werden. Zur Haftungsverbesserung und zur Verbesserung der mechanischen Widerstandsfähigkeit der Beschichtung können Sie beide Härtungsmethoden kombinieren. Zusätzlich können Sie BLACK MAGIC Additiv LPE510 direkt dem Entwickler zugeben.
Wie sind die modularen Komponenten des BLACK MAGIC Systems zu kombinieren?
Die festgraduierten BLACK MAGIC Emulsionen LPE110 und LPE 210 können in jedem Verhältnis gemischt werden, um Zwischen-Gradationen zu erreichen. Wenn Sie eine umfangreiche Steuerung des Kontrastes benötigen verwenden Sie BLACK MAGIC LPE310. Für saugende Untergünde nehmen Sie BLACK MAGIC LPE410, dies ist eine hochreine Fotogelatine, erheblich reiner als Lebensmittelgelatine. Zur Verbesserung der mechanischen Widerstandsfähigkeit geben Sie BLACK MAGIC ADDITIV HD LPE510 hinzu, die entsprechenden Hinweise am Ende der Anleitung. Aufgrund der speziellen Rezeptur können Sie LPE510 der Emulsion selbst als auch dem Entwickler hinzufügen.
Zur erheblichen Vereinfachung der Verflüssigung von Teilmengen verwenden Sie LPE610, diese Spezialflasche ist lichtdicht und Sie vermeiden so die Verflüssigung der gesamten Flasche mit Emulsion - Sie sparen Zeit und bewahren sich eine hohe Emulsionsqualität. Brennspriritus (100%) benötigen Sie, um die Bläschenbildung beim Beschichten erheblich zu verringern. Geben Sie 10-20ml direkt in die verflüssigte Emulsion (die angegebene Menge basiert auf dem gesamten Flascheninhalt von 500ml). Bei längerdauernden Beschichtungen können Sie den Brennspiritus etwa alle 20 Minuten zugeben.
Wie können unterschiedliche Bildtöne erreicht werden?
Wenn Sie sich für eine Vorbeschichtung mit BLACK MAGIC LPE410 hochreiner Fotogelatine entschieden haben, können Sie wasserlösliche fotografische Farben (z.B. Eiweißlasurfarbe) zu Ihrer gelatinelösung zugeben - geben Sie soviel Farbe zu bis der erwünschte Bildton erreicht ist. Normalerweise genügen wenige Tropfen.
Wie wird die Verflüssigung durchgeführt?
Entnehmen Sie BLACK MAGIC Fotoemulsion Ihrem Kühlschrank und (Führen Sie alle folgenden Schritte bei Laborbeleuchtung aus!) entnehmen Sie entweder eine Teilmenge mithilfe eines stabilen Löffels (Kunststoff oder Edelstahl) und geben diese in die Spezialflasche LPE610 und verflüssigen den Inhalt, indem Sie die Flasche in einen Eimer gefüllt mit warmem Wasser (35-40°C) stellen. Für größere Beschichtungsvorhaben erwärmen Sie die Originalflasche auf gleiche Weise. Hinweis: Wenn Sie größere Objekte , z.B. Keramik oder Steine beschichten wollen, können Sie diese vorher in einem Backofen auf 30-40°C erwärmen, damit die Emulsion nicht sofort beim Beschichten erstarrt.
Welche verschiedenen Möglichkeiten der Beschichtung gibt es?
Wenn Sie noch nie mit BLACK MAGIC Fotoemulsion gearbeitet haben, können Sie zu Übungszwecken das Beschichten mit Dosenmilch trainieren, da sich diese flüssigkeit von der Viskosität her ähnlich verhält. Sie können Ihre Objekte auf verschieden Weise beschichten:
Für die meisten Anwendungen erzielen Sie die besten Ergebnisse bei Verwendung von Naturhaarpinseln (z.B. ein Japan Pinsel). Wir empfehlen das zusätzliche Beschichten von Probestreifen auf dem gleichen Material zur Ermittlung der korrekten Belichtungszeit. Überschüssige Emulsion kann unverzüglich wiederverwendet werden.
Hinweis: Bei Verwendung einer Spritzpistole können Sie die Viskosität im Bedarfsfalle mit destilliertem Wasser bis zu einem Verhältnis von 1:1 einstellen. In diesem Falle empfiehlt sich das Aufbringen meherer Schichten.
Erstarrungsphase: Nach der Beschichtung folgt die Abkühlungs- und Erstarrungsphase. In diesem Stadium ist die beschichtete Oberfläche sehr empfindlich. Je nach Material und Schichtdicke dauert die Erstarrung zwischen 1 und 2 Stunden bei Raumtemperatur. Dies kann durch Aufbewahrung im Kühlschrank für ca. 30 Minuten beschleunigt werden. In diesem Falle verwenden Sie bitte eine lichtdichte Verpackung oder entfernen Sie vorher die Kühlschrankbeleuchtung.
Trocknungsphase: Anschließend erfolgt die Trocknungsphase. Zur Beschleunigung können Sie einen Haarföhn auf niedrigster Temperatureinstellung und ausreichendem Abstand zur Vermeidung eines erneuten Anschmelzens verwenden. Schalten sie Ihren Föhn vorher testweise im Dunklen ein, um sicherzustellen, daß weder Schaltfunken noch glühende Heizdrähte eine Belichtung verursachen. Alternativ können Sie die beschichteten Materialien auch über Nacht in geeigneten Behältnissen oder im Labor aufbewahren (In diesem Fall keinesfalls die normale Raumbeleuchtung einschalten!).
Die Trocknung benötigt, in Abhängigkeit von Luffeuchtigkeit und Belüftung, mehere Stunden bis zu 1 oder 2 Tagen.
Belichtung was muss berücksichtigt werden?
Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei normalem Fotopapier, vor allem, wenn Sie flache Materialien beschichtet haben. Bei dreidimensionalen Objekten schließen Sie die Objektivblende auf den kleinsten Wert zur Erzielung maximaler Schärfentiefe ( Bedenken Sie bei der Einstellung der Schärfe, daß sich durch Abblenden die schärfentiefe etwa 1/3 vor und 2/3 hinter der eingestellten Schärfeebene ausdehnt).
Bei zylindrischen bzw. gleichmäßig geformten Objekten können Sie unter Verwendung des MACO GENIUSfilm ein großformatiges Halbtonnegativ herstellen und dieses in direkten Kontakt mit Ihrem Objekt bringen (z.B. um eine Vase wickeln etc.) und dann bei der Belichtung gleichmäßig drehen - dies erleichtert eine gleichmäßige und scharfe Belichtung erheblich. Wenn Sie LPE310 eingesetzt haben können Sie die Gradation für eine optimale Bildwiedergabe steuern. Dies geschieht konform zu den normalen S/W kontrastvariablen Fotopapieren (z. B. MACO MULTISPEED F und MULTIBROM F oder AGFA Multicontrast etc.) entweder mit Einlegefiltern (z.B. LABOR PARTNER Fil 8/Fil 15, oder ILFORD Multigrade Filter) oder bei Vergrößerungsgeräten mit Variocontrast - oder Farbmischkopf durch Eindrehen der entsprechenden Filterwerte:
Yellow = für weichere Bildwiedergabe
Magenta = für härtere Bildwiedergabe
Falls Ihre Belichtung zu reichlich war, können Sie Ihr Bild zur gewünschten Dichte bleichen (mit LABOR PARTNER LP-SEPIA PART A, Verdünnung 1 + 30), anschließend wässern, kurz fixieren und normale Schlußwässerung durchführen.
Verarbeitung was ist für gute Resultate wichtig?
Aufgrund des hohen Silbergehaltes darf nur hochwertige Fotochemie verwendet werden. LABOR PARTNER Fotochemie ist speziell auf BLACK MAGIC Fotoemulsion abgestimmt. Halten Sie die Verarbeitungstemperatur bei max. 20°C oder niedriger, um eine Beschädigung der Emulsion zu vermeiden.
Weitere Verarbeitungshinweise: vermeiden Sie mechanische Einwirkungen (z.B. mehrere Objekte aufeinander oder Herumkratzen mit Chemiezangen oder dergleichen), da die Emulsion empfindlich ist. legen bzw. positionieren Sie größere Objekte in einer deutlich gößeren Schale und giessen (oder vorsichtiges eintauchen) Sie die Chemie mit Bedacht auf Ihre Objekte und zwar mit einer Mensur oder einer kleinen Giesskanne von unten nach oben.
Verwenden sie immer frisches Fixierbad und halten Sie die Fixierzeit so kurz wie möglich (Fixierzeit = doppelte Klärzeit) so bekommen Sie kurze Wässerungszeiten. Verwenden Sie niemals Härtefixierbad, die notwendigen langen Wässerungszeiten werden die Emulsion beschädigen.
Hinweise zu besonderen Aspekten:
Mit BLACK MAGIC können Sie ein vielfältig einsetzbares Produkt erwerrben - für Ihren Anwendungserfolg sollten Sie unseren ausführlichen Anwendungsinformationen folgen - später werden Ihre Kreativität und Ihre zunehmende Praxiserfahrung der beste Trainer sein.
Fertig verarbeitete und vollkommen durchgetrocknete Objekte können Sie zusätzlich schützen, indem sie einen farblosen UV-stabilen Polyurethanlack auftragen.
BLACK MAGIC Additiv LPE 510 ist frei von Formaldehyd und kann auch zur Schichthärtung von Filmen und Papieren eingesetzt werden: Geben Sie 40 - 80 ml LPE 510 in 1000ml Wasser und tauchen Sie die zu härtenden Materialien für 2 - 3 Minuten ein und lassen sie anschließend trocknen.
Problemlösungstabelle:
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Ergebnis |
Ursache |
Abhilfe |
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Bläschen im fertigen Bild |
Schütteln oder Rühren hat Luftbläschen verursacht |
Vermeiden Sie schütteln oder Rühren der Emulsion geben Sie 10-20ml Brennspiritus pro 500ml Black Magic unter langsamem Rühren hinzu |
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Ungleichmäßige Beschichtung |
Unebene Lagerung bevor bzw. während der Erstarrungsphase |
Richten Sie Ihre Unterlage bzw. Ihr Objekt mit einer Wasserwaage aus |
Ablösen der Emulsion während der Verarbeitung |
Fett oder Antihaftmittel |
Reinigen Sie Ihr Objekt gründlich auf Ihrem Objekt oder beschichten Sie vorher mit Alkydharzlack |
Instruktionen zur Härtung:
Eine kurze Zusammenfassung der Eigenschaften des BLACK MAGIC ADDITIV HD LPE510 für flüssige Schwarzweiss Fotoemulsionen:
Produktbeschreibung: BLACK MAGIC ADDITIV HD LPE510
Bei flüssigen Fotoemulsionen kommt es prinzipbedingt oftmals zu folgenden Problemen:
Die alten, damit überholten Härte-Methoden, sind aufwendiger, benötigen relativ lange Einwirkungszeiten und haben oft einen geringen Wirkungsgrad. Der in Literatur oder Fachzeitschriften erwähnte Einsatz von "Härtefixierbädern" hat sich aufgrund neuer Erkenntnisse als negativ hinsichtlich des Auswässerns der schädlichen Thiosulfatverbindungen und Silbersalzkomplexe herausgestellt. (Selbst Ansel Adams hat nach anfänglicher Empfehlung später von der Verwendung von Härtefixierbädern abgeraten).
Besonders bei mit flüssiger Fotoemulsion beschichteten Materialien kann auch das "beste" Härtefixierbad ein "Abschwimmen" im Entwickler oder Stoppbad naturgemäß nicht verhindern. LABOR PARTNER BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 vermeidet diese Problembereiche, da er, und das erweist sich als besonders einfach und elegant, bereits dem Entwickler zugegeben werden kann. Bei dieser neuartigen Einsatzmethode ist die RAPIDHÄRTUNG von großem Vorteil. LABOR PARTNER BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 wird im Rahmen des BLACK MAGIC Systems flüssiger Fotoemulsionen eingesetzt (bzw. entspr. Fremdfabrikaten).
Sicherheitshinweis:
LABOR PARTNER BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 ist ein saures Konzentrat mit dem pH-Wert 3. Daher sind zu Ihrer eigenen Sicherheit einige Regeln im Umgang zu beachten. Halten Sie die nachfolgend beschriebenen Ansatz-Reihenfolgen unbedingt ein!
Vermeiden Sie den direkten Kontakt von LPE510 mit (alkalischen) Entwicklerkonzentraten, die ggf. resultierende chemische Reaktion kann beißende und giftige Dämpfe nach sich ziehen.
Der direkte Kontakt mit anderen Säuren (Essig-, Zitronensäure) ist zu vermeiden.
Auch direkter Kontakt mit alkalischen (basischen) Konzentraten, neben Entwickler z.B. Toner ist ebenfalls zu vermeiden.
Der Umgang mit LPE510 sollte mit besonderer Sorgfalt vorgenommen werden Fotochemikalien dürfen, wie alle anderen Chemikalien auch, nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Bei direktem Hautkontakt, besonders bei Spritzern in die Augen, sollten die betroffenen Stellen mit viel Wasser abgespült werden, beim versehentlichen Verschlucken sollte Erbrechen herbeigeführt werden. In beiden Fällen ist die Konsultation eines Arztes empfehlenswert.
Auf Anfrage steht für BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 steht das EU-Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung.
Verwendungshinweise:
LABOR PARTNER BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 kann auf unterschiedliche Weise verwendet werden: Direkte Zugabe beim Ansatz der Entwickler-Gebrauchslösung:
125ml Entwicklerkonzentrat (z.B. LP-BROM 4)
+ 825ml Leitungswasser
+ 50ml LPE 510 ADDTIV
= 1 Liter Gebrauchslösung
Dieses Verfahren ist problemlos und wirksam in der Anwendung und nutzt die bereits erwähnte RAPIDHÄRTUNG. Es sollte immer verwendet werden (Auch wenn nachfolgend beschriebene Härteverfahrensweisen zusätzlich angewendet werden).
oder:
Bei Vorbeschichtung mit BLACK MAGIC hochreiner Fotogelatine LPE410 kann eine sog. indirekte Härtung (Diffusionshärtung) durchgeführt werden. Dazu wird eine Härtelösung mit ADDITIV LPE510 angesetzt und dem flüssigen Gelatine-Ansatz beigegeben: Ansatz Härtelösung zur Zugabe zum Gelatine-Ansatz:
80ml destilliertes Wasser
+ 5ml LPE 510 ADDITIV
+15ml destilliertes Wasser (gründlich durchmischen)
= 100ml gebrauchsfertige Härtelösung
Von dieser gebrauchsfertigen Härtelösung geben Sie pro angesetztem Liter Gelatine-Ansatz 20 bis 50 ml hinzu, gut verrühren und anschließend beschichten.
und/oder:
Wenn auf eine Vorbeschichtung mit Fotogelatine verzichtet wird, kann eine sog. direkte Härtung durchgeführt werden. Dazu wird ebenfalls eine gebrauchsfertige Härtelösung mit ADDITIV LPE510 angesetzt. Je nach Einsatzgebiet bzw. Dicke der Emulsion fügen Sie zwischen 10ml und 25ml der Härtelösung LPE510 unter Rühren bei.
Bei glatten, harten, nicht saugenden Unterlagen (Glas, Kacheln etc.) kann es sinnvoll sein alle 3 Methoden zur Vermeidung von Haftungsproblemen einzusetzen, also 1. die Beigabe von ADDITIV LPE 510 zum Entwickler("A"), 2. die indirekte Härtung ("B") und 3. die direkte Härtung ("C"). Meist kann aber die bequeme und wirkungsvolle Methode "A" alleine angewendet werden.
Haltbarkeit und Ergiebigkeit:
Haltbarkeit: BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 hat in der ungeöffneten Originalflasche eine Haltbarkeit von mindestens 1 Jahr, bei geöffneten Flaschen beträgt die Haltbarkeit ca. 6 Monate, normale Lagerung vorausgesetzt. Setzen Sie nur soviel Härtelösung an, wie Sie direkt benötigen. Wenn BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 als Zugabe zum Entwickler verwendet wird, richtet sich die Haltbarkeit nach den Daten für den verwendeten Entwickler. Dessen Haltbarkeit, vor allem in gebrauchtem Zustand verbessert sich erheblich bei hochgefüllter Aufbewahrung in Glasflaschen. In direkter Anwendung von BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 und BLACK MAGIC Fotogelatine oder BLACK MAGIC flüssiger Fotoemulsion ist Haltbarkeit nicht relevant, da in diesem Fall die sofortige Verwendung erfolgt.
Ergiebigkeit:
Pro 500 ml Konzentrat BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 können bis zu 10 Liter Härte-Entwickler hergestellt werden.
Sortiment + Verpackung:
BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 ist in der Konfektionierungsgröße von 500ml erhältlich.
Lagerung:
BLACK MAGIC ADDITIV LPE510 sollte sowohl als Konzentrat in der Originalflasche als auch als angesetzte Gebrauchslösung bei Raumtemperatur gelagert werden. (Toleranzbereich von min. 5°C - max. 30°C)
Irrtümer, oder Änderungen die dem technischen Fortschritt dienen, bleiben vorbehalten.
