SCHWARZWEISS 27, Seite 26 bis 31 | Stand www.compard.de 201100
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Auf anderer Wellenlänge

Das Hamburger Versandhaus Maco hat mit dem Maco IR 820c™
einen Schwarzweiß-Infrarotfilm im Sortiment, dem laut technischem Datenblatt
die Attribute "sehr feinkörnig, sehr scharf, hochauflösend und preiswert"
bescheinigt werden. Ein Blick ins Internet (www.mahn.net) bestätigt
die günstigen Preise für diesen Film. Zur Beurteilung der Qualität wurde
er einem praxisnahen Test unterzogen.


Das für das menschliche Auge sichtbare Licht ist nur ein winziger Teilbereich jener Strahlung, die der Physiker als elektromagnetisch bezeichnet. Die Messgröße für die Farbe der Strahlung ist die Wellenlänge, ihre Maßeinheit ist das Nanometer (nm). Sichtbares Licht hat eine Wellenlänge im Bereich von 380 bis 780 nm. Unterhalb von 400 nm beginnt der kurzwellige ultraviolette (UV) Bereich. Oberhalb 720 nm beginnt der langwellige infrarote (IR) Bereich des Spektrums. Die Intensität der IR-Strahlung hängt von der Temperatur des strahlenden Körpers ab. Jede Aufwärmung eines Körpers, also jede Abweichung seiner Temperatur von dem absoluten Temperatur-Nullpunkt (bei Null Kelvin entsprechend minus 273,15 °C), bewirkt die Emission optischer Strahlung.
Infrarotfilme zeichnen sich gegenüber handelsüblichen Filmen durch eine erweiterte spektrale Sensibilisierung (bis 900 nm) der lichtempfindlichen Schicht ins infrarote Spektrum aus. Bei dem MACO IR 820c™ handelt es sich im wesentlichen um den MACO UP 100 Plus™ S/W-Film, in dessen Filmemulsion (kubische Filmkristalle) ein Sensibilisierungsfarbstoff für die IR-Strahlung beigemischt worden ist. Dieser Farbstoff wirkt als Wellenlängenschieber: er fängt die IR-Strahlung kurzfristig ein, um die eingefangene Energie mit geringerer Wellenlänge wieder abzustrahlen. Diese Sekundärstrahlung belichtet dann die lichtempfindliche Schicht. Der MACO IR 820c™ Film ist nach Datenblatt bis zu einer Wellenlänge von 820 nm sensibilisiert. Laut Maco ist die Lichtempfindlichkeit zu Gunsten einer besseren Haltbarkeit des Filmes und zu Gunsten einer erweiterten spektralen Sensibilisierung bis 840 nm erniedrigt worden.
lnfrarot — das ist nichts Geheimnisvolles sondern lediglich Fotografie auf anderer Wellenlänge. Indes, die entstehende Bildwirkung bei Verwendung von S/W-IR-Filmen ist faszinierend:

Stehendes Wasser und blauer Himmel werden völlig schwarz, weiße Wolken und die belebte Vegetation werden weiß wiedergegeben (Wood Effekt). Auch sind Infrarotfilme für die samtweiche, makellose Wiedergabe von Hauttönen bekannt, weshalb sie sehr gerne in der Aktfotografie eingesetzt werden. Voraussetzung für die ungewöhnliche Umsetzung von Grauwerten ist jedoch die nahezu vollständige Sperrung des sichtbaren Anteils der optischen Strahlung. Hierfür werden dunkelrote oder schwarze IR-Filter verwendet. Für diesen Test wurden ausschließlich Filter des Herstellers B+V\/, SchneiderKreuznach, benutzt (siehe Tabelle 1). Die Auswahl des Filters ist immer ein Kompromiss zwischen dem Verlangen nach einer strengen IR-VViedergabe einerseits und der bestmöglich ausnutzbaren Filmempfindlichkeit andererseits (siehe Tabelle 2). Infrarotaufnahmen ohne Filter wirken wie eine herkömmliche S/W-Aufnahme. Bei Verwendung der Filter B+W 099, 090 und 091 stellt sich kein IR-Bildeffekt ein. Der Einsatz dieser Filter ist eigentlich nur im Bereich Porträt- oder Aktfotografie zur Unterdrückung von Hautunreinheiten und zur verbesserten Ausnutzung der Filmempfindlichkeit zu empfehlen.

Tabelle 1:
 B+W Filter  Sperrt Wellenlänge bis ca.  Farbe
 099  520 nmellenlänge bis ca.  orange
 090  575 nmellenlänge bis ca.  hellrot
 091  630 nmellenlänge bis ca.  rot
 092  680 nmellenlänge bis ca.  dunkelrot
 RG9  740 nmellenlänge bis ca.  tiefrot
 093  800 nmellenlänge bis ca.  schwarz

Mit den Filtern B+W 092, B+W RG 9 und B+W 093 werden bei Verwendung des MACO IR 820c™ Infrarottilms sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Filter B+W RG 9 und B+W 093 unterscheiden sich hinsichtlich ihrer infraroten Bildwirkung kaum, während der Effekt bei Verwendung des B+VV Filters vom Typ 092 weniger stark ausgeprägt ist. Ganz persönlich gefällt mir der B+VV RG 9 am besten, weil mit diesem Filter eine Vorvisualisierung des IR-Effektes möglich ist. Um die IR-Strahlung wahrnehmen zu können, empfielt es sich, ein Auge mit der Hand zuzuhalten, mit den Fingern der anderen Hand den Filter zu umfassen und vor das andere Auge zu platzieren. Dienen die den Filter umfassenden Finger als lichtdichte Abdichtung des Auges hinter dem Filter, ist der Streulichtanteil gering und der IR-Efekt nach etwa dreißig Sekunden Fingevvöhnungszeit für das Auge beim Durchblick durch den B+VV Spezialfilter deutlich zu erkennen.
Normale Foto-Objektive sind nicht für das infrarote Licht korrigiert, weshalb bei vollständiger Sperrung des sichtbaren Lichtes eine Fokuskorrektur notwendig ist. Manche Hersteller statten daher ihre Objektive mit InfrarotIndizes zur Korrektur der Entfernungseinstellung aus (eine rote Markierung mit der Bezeichnung "R"). Diese gelten streng genommen nur für einen bestimmten Film, einen bestimmten Filter und stellen somit Durchschnittswerte dar. Objektive aus dem Hause Leica beispielsweise sind daher nicht mehr mit einer solchen Markierung ausgestattet.
Die Belichtungsmessung kann durch das Objektiv und durch den vorgesetzten Filter erfolgen, wenn der Belichtungsmesser der Kamera genügend Restempfindlichkeit gegenüber IR-Licht aufweist. Je strenger das sichtbare Licht durch ein Filter gesperrt vvird, desto geringer wird die spektrale Sensibilisierung der Filmemulsion ausgenutzt und desto geringer ist in der Praxis die erzielte Filmempfindlichkeit. Die Filmempfindlichkeit muss für jede Filter/Filmentwickler-Kombination individuell ermittelt werden (vergleiche Tabelle 2).

Die für die IR-Fotografie geeigneten Motive zeichnen sich oft durch einen sehr hohen Kontrast aus, weshalb sich eine Belichtungsmessung in der Praxis schwierig gestalten kann. Es hat sich bewährt, die TTL-Belichtungsmessung durch das Filter auf direkt an den stark IR-reflektierenden Motivpartien (zu beurteilen nach Vorvisualisierung mit B+W-Spezialfilter) vorzunehmen. Die erreichten BlendenNeuschlusszeiten reichten bei dem MACO IR 820c™ und den getesteten Filmentvvicklern selten für eine Freihandaufnahme aus. Ein Stativ ist notwendiger Bestandteil der Ausrüstung eines IR-Fotografen, insbesondere mit dem niedrigempfindlichen Maco IR 820c™.
Der Maco IR 820c™ vvird als Kleinbildfilm, als 120er-Rollfilm und als 4x5"-Planfilm zu Packungseinheiten mit fünfzig Blatt konfektioniert angeboten. Für diesen Test wurde ausschließlich mit Filmmaterial im Kleinbildformat gearbeitet. Unangenehm empfand ich die lose Befestigung beider Stirnkappen der Kleinbildpatronen. Diese konnten bei allen Testfilmen ohne nennenswerten Kraftaufwand von dem Körper der Kleinbildpatrone abgenommen werden. Ein Fall der Filmpatrone auf den Fußboden kann somit zur unliebsamen Überraschung werden. Verarheiter von Filmen in der Konfektionierung als Meterware werden diese Patronen wegen ihrer einfachen VViederverwendbarkeit schätzen. Der schwerfällig quietschende Filmtransport ist wohl auf die besonders hohen Anforderungen an das Patronenmaul hinsichtlich der Lichtsicherheit zurückzuführen. "Telegrafendrähte", also Kratzer auf voller Filmlänge, habe ich nicht festgestellt, weshalb von einer guten Härtung der Filmemulsion ausgegangen werden kann. Die von MACO empfohlene Handhabung des Maco IR 820c™ ausschließlich bei völliger Dunkelheit, erwies sich als unproblematisch: 1500er-Jobo Entvvicklungsdose und Wechselsack erwiesen sich als völlig licht- und IR-strahlungsdicht.

Auf folgende Eigenschaften wurde der Maco IR 820c™ unter de Lupe genommen: Verarbeitung in verschiedenen Entwicklern, Eigenschaften verschiedener Film/Entvvickler-Kombination sowie die Einstellung der Filmentwicklungen für gute Resultate auf Papiergradation "2" (Kondensorvergrößerer) bis "3" (Diffusorvergrößerer) auf gängigen Gradationsvvandelpapieren. Ausgehend von den Angaben der Chemiehersteller wurden hierzu die Parameter Temperatur, Entwicklungszeit und Verdünnungsgrad des Entvvicklers zur Erzielung eines optimalen Negativkontrastes verändert.
Eine Besonderheit von IR-Filmen, wenn man sie in der Landschaftsfotografie verwendet, ist der von Motiv zu Motiv sehr unterschiedliche Negativkontrast. Dieser hängt sehr stark von dem verwendetem Filter, der Intensität der IR-Strahlung (Jahreszeit, Tageszeit, "vvarmes" Kunstlicht oder "kaltes" Tageslicht) und vom Motiv ab. Die optimale Filmentwicklung hängt auch von dem verwendeten Vergrößerer ab. Deshalb kann es sich bei den angegebenen Rezepten nur um Anhaltswerte für eigene Tests handeln.
Für den Testbericht verwendete ich ausschließlich Filmentwickler, die aufgrund ihrer chemischen Wirkung Kontrastbeherrschung versprechen — im einzelnen:

    LABOR PARTNER LP Grain Liquid ist seit 1984 in seiner chemischen Zusammensetzung unverändert auf dem Markt. Seine Qualitäten beschreibt Maco mit "extrem kontrastausgleichend, hohe Kantenschärfe und ein Filmkorn wie es bei der Filmherstellung angelegt wurde".

    LABOR PARTNER LP Docufine LC™ ist ein typischer Vertreter aus der Gruppe der Dokumentenfilmentwickler die für ihre besondere weiche Negativent\Nicklung bei guter Schattenzeichnung bekannt sind. Laut MACO kann mit diesem Entwickler der Negativkontrast durch Verlängerung der Entvvicklungszeit bis auf ein Gamma von 0.8 eingestellt werden, ohne den Grundschleier dabei zu erhöhen. Docufine LC ist in Glasflaschen zu 0,5 Litern Volumen konfektioniert.

    Kurz vor Redaktionschluss wurden von der Firma JOBO™ noch Proben des Doku/Infrared P3 Entvvicklers für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dieser Entwickler wurde auf der photokina 2000 in Deutschland erstmals offiziell vorgestellt. "Hohe Empfindlichkeitsausnutzung, feines Korn, eine hohe Auflösung sowie ein großer Belichtungsspielraum" bescheinigt die Vorabversion des JOBO-Datenblattes diesem Entwickler. Der P3 wird von JOBO empfohlen für "spezielle Filme, bei denen normalerweise die Schattenpartien ohne Zeichnung bleiben". Das P3-Konzentrat wird in Kapseln zu je 14 ml ausgeliefert, das im Standard 1+9 verdünnt werden soll. Die 140 ml Arbeitslösung ist eine ausreichende Menge für die Rotationsentwicklung eines Kleinbildfilmes in einem JOBO 35 mm-Tank vom Typ 1510. Aus Gründen der Gleichbehandlung wurden alle Filme einer Kippentwicklung in der Dose unterzogen. Bei der Kippbewegung bedarf es allerdings eines größeren Volumens Arbeitslösung, weshalb zwei P3Kapseln für 280 ml Arbeitslösung gebraucht wurden.

Alle Filme wurden vor der Filmentwicklung mindestens eine Minute einer Wässerung unterzogen. Die Wässerungstemperatur - wie auch die Temperatur aller anderen Chemikalen - entsprach stets der Temperatur des Entwicklers.
Während der Entwicklung (siehe Tabelle 3) wurde der Filmtank während den ersten dreißig Sekunden permanent, danach einmal je dreißig Sekunden gekippt. Nach der Entwicklung wurden die Filme in einer Minute in
LABOR PARTNER LP Citrin (1 +20) gestoppt und in LABOR PARTNER LP Fix Supra (1+7) acht Minuten fixiert. Die Wässerung der Filme erfolgte mit Hilfe der JOBO Kaskade. Die Negative wurden auf verschiedene Gradationswandelpapiere vergrößert (Filter zwei bis drei). Zur besseren Beurteilung der Ergebnisse wurde beim Vergrößern der abgebildeten Fotos bevvusst auf Bildmanipulationen wie z.B. das Nachbelichten und das Abwedeln von Bildpartien verzichtet.

Tabelle 2:
 Filter  B+W 091  B+W 092  B+W Spez  B+W 093
 Entwickler:
 LP Docufine LC  (12)  12  12  3
 LP Grain Liquid  (20)  20  20  6
 JOBO P3  (32)  32  32lor  6

Filmempfindlichkeit [ASA] des MACO IR 820c™ bei Verwendung von B+W Filtern und TTL-Messung auf stark IR-reflektierende Motivpartien bei Aufnahmen zur Mittagszeit und Sonnenschein. Abends oder bei Verwendung von Kunstlicht kann die Filmempfindlichkeit um bis eine Blende ansteigen. Bei bewölktem Himmel kann die Empfindlichkeit um eine Blende geringer ausfallen. Eine Belichtungsreihe verschafft Sicherheit bei der Belichtungsmessungen


Die in Tabelle 2 angegebenen Filmempfindlichkeiten wurden auf die Kamera übertragen und eine TTL-Belichtungsmessung (durch das Filter) auf die stark IR-reflektierenden Motivparlien, z.B. auf die im Foto fast weiß wiedergegebenen Wiesen und Bäume, wenn diese der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, durchgeführt. Dieses Verfahren hat sich in der Praxis bewährt, weil IR-Motive in der Regel einen hohen Kontrast aufweisen, einem der Graukarte entsprechenden Tonwert in der IR-Interpretation des Motives schwer auszumachen ist und gleichzeitig große Grünflächen die Motive dominieren. Bei einer Belichtungsmessung auf ein Standard-Grau müsste die Filmempfindlichkeit um etwa zwei Blendenstufen zu höheren Werten korrigiert werden.


• Die Entwicklung mit
LABORPARTNER LP Grain Liquid™ beeindruckt durch ihre extrem ausgleichende Wirkung. Selbst bei Belichtungsreihen variiert die maximale Negativdichte wenig. Andererseits konnte ich durch Variation der Verdünnung (und der Entwicklungszeit) diesen Entwickler recht einfach auf unterschiedliche Negativkontraste einstellen. Die für die IR-Landschaftsfotografie von Motiv zu Motiv typischenKontrastschwankungen stellenin der Praxis mit LABOR PARTNER LP Grain Liquid™ kein Problem mehr dar.
LABOR PARTNER LP Grain Liquid™ entwickelt den MACO IR 820c™ zu einem Korn, das in seinen Kanten diffus erscheint. Deshalb kann diesem Entwickler nach meinen Erfahrungen kein ausgesprochener Kanteneffekt bescheinigt werden.


• Mit dem
LABOR PARTNER LP Docufine LC™ kann der Negativkontrast bei unverändertem Grundschleier für die bildmäßige Fotografie eingestellt werden. Dieser Entwickler eignet sich insbesondere für die Herstellung von Negativen, die mit der Lith-Technik (monochrom Hochkontrast-S/W-Entwicklung des Positives) vergrößert werden sollen. Hierfür werden hauchzarte Negative geringen Kontrastes und geringer Dichte benötigt. Speziell für die Lith-Anwendung spielt das unpräzise wirkende Filmkorn eine untergeordnete Rolle. Für eine Negativentwicklung auf das Lith-Printen abgestimmt, ist von den in Tabelle drei genannten Angaben abzuweichen. Vielversprechend ist die Entwicklung nach Herstellerangaben (20 °C, sieben Minuten, Ansatz 1+4, ohne Vorwässerung) unter Verwendung der in Tabelle 2 notierten Filmempfindlichkeiten.

• In JOBO™ P3 entwickelt erhöht sich der Grundschleier des Maco IR 820c™ wesentlich, weshalb die Maximaldichte korrekt entwickelter Negative erheblich höher ist. Das bedeutet längere Belichtungszeiten im Labor und somit ein Hindernis beim Lith-Printen, da für diesen Prozess außerordentlich viel Licht benötigt wird. Die Kombination P3/IR 820c erwies sich in der Praxis als empfindlich gegen Ober- und Unterbelichtungen. Wer diese Mängel jedoch in Kauf nimmt, wird mit einer hohen Empfindlichkeitsausnutzung, einer guten Auflösung und einem Korn, das in seiner Bildvvirkung als "erotisch" umschrieben werden kann, belohnt. Diese Film/EntvvicklerKombination erzeugt ein sehr kleines aber präzise ausgeprägtes Korn mit scharf definierten Korngrenzen bei sehr gleichmäßiger Kornverteilung.


Tabelle 3:

 Entwickler  Ansatz  Temp (°C)  t (min)  D0  Dmax  R  Filter
 LP Grain Liquid  1+14  20
 7,5
 0,12   -1,15   -90  1,5 - 3
 LP Docufine LC  1+4  24  ca. 7,5  0,12   -1,00   -130   2 - 3
 JOBO P3  1+9  20  ca. 6,0  0,28   -1,20   -115   2 - 3
BLINDTEXT

Angaben zur Entwicklung des MACO IR 820c. Symbolerklärung: D0: Grundschleier, Dmax: Maximaldichte abzüglich D0, R: Kopierumfang nach ISO 6846-1983, Resultierende Filter nach Heiland Splitgrader für Vergrößerung auf Ilford MG IV Barytpapier.


Fazit
Die vergleichsweise niedrige, effektive Empfindlichkeit des Maco IR 820c™ macht Portrait und Aktaufnahmen bei deutschen Lichtverhältnissen in der Praxis zu einem schwierigem Vorhaben, weil Freihandaufnahmen nur bei strahlendem Sonnenschein und mit Brennvveiten bis 50 mm möglich sind. Selbst in einem Kunstlicht-Fotostudio (warme Lichtquelle mit hohem IR-Anteil) mit insgesamt 4250 W Leistung ist unter Verwendung eines hellroten B+W 090 Filters ein scharfes Ablichten eines sich immer leicht bewegenden Models kaum möglich. Der Maco IR 820c™ eignet sich somit in erster Linie für die Landschaftsfotogratie unter Vervvendung eines Statives.

Mark Brandenburgh, www.excellent-photography.de



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